Grunddienstbarkeit – Pflichten und Rechte

Oft kommt es vor, dass ein gro├čes Grundst├╝ck geteilt wird und das hintere Grundst├╝ck keinen Zugang zum ├Âffentlichen Verkehrsraum hat. Damit der Hauseigent├╝mer des hinteren Grundst├╝cks, dieses auch nutzen kann, wird eine Grunddienstbarkeit vereinbart. In der Regel ist das ein Geh-, Fahr- und Leitungsrecht.

Im Grundbuch wird festgehalten, dass der Eigent├╝mer des dienenden Grundst├╝cks (Grundst├╝ck mit Zugang zur Stra├če) dem herrschenden Grundst├╝ck (Grundst├╝ck ohne Zugang zur Stra├če) das Recht einr├Ąumt, ├╝ber das Grundst├╝ck zu gehen oder mit einem Fahrzeug zu fahren. Wird das Grundst├╝ck sp├Ąter einmal verkauft, dann bleibt diese Grunddienstbarkeit weiter bestehen. Das muss ein Haus- bzw. Grundst├╝cksk├Ąufer beachten.

Grunddienstbarkeit – Was ist erlaubt

Das dienende Grundst├╝ck muss dem Nachbarn einen uneingeschr├Ąnkten Zugang zu seinem Grundst├╝ck erm├Âglichen. Er darf diesen Weg z.B. nicht zubauen. Andersherum muss der Nachbar des herrschenden Grundst├╝cks sein Nutzungsrecht schonend aus├╝ben. Das hei├čt er darf den Weg nur im Rahmen des einger├Ąumten Rechts nutzen. Hierzu geh├Ârt auch, dass Besucher dieses Recht nutzen d├╝rfen. Der Eigent├╝mer des dienenden Grundst├╝cks kann hingegen den Nachbarn abmahnen, wenn dieser das Fahrtrecht ├╝berm├Ą├čig nutzt oder das Eigentum besch├Ądigt oder einschr├Ąnkt.

Es ist auch wichtig zu vereinbaren, wer wann beispielsweise den Weg von Schnee befreit. Denkbar ist z.B. Nachbar A ist f├╝r die geraden Kalenderwochen zust├Ąndig und Nachbar B f├╝r die ungeraden. Es muss auch gekl├Ąrt werden, wie Rettungskr├Ąfte ungehindert auf das hintere Grundst├╝ck gelangen k├Ânnen.

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